Äthiopien, wo Afrika noch ursprünglich ist

Äthiopien, wo Afrika noch ursprünglich ist

Multimediashow über Äthiopien von Romy Müller

Eine Reise durch Äthiopien ist nicht ganz ungefährlich. Überall im Land gibt es immer wieder Unruhen und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen, aber auch mit den Sicherheitskräften. In den Grenzgebieten Äthiopiens kommt es öfters zu gewaltsamen Zwischenfällen, weshalb sich Romy Müller und Miro Slezak lange überlegt haben, ob sie dieses Risiko eingehen sollen. Nach umfangreichen Abklärungen haben sie den Schritt gewagt.

Abessinien, der ursprüngliche Name Äthiopiens, gilt als Wiege der Menschheit. Es ist ein Land voller Gegensätze, mit einmaligen Naturschönheiten, aber auch grosser Armut. Faszinierende Begegnungen zwischen christlich-orthodoxer Hochkultur im Norden und wildem Stammesland im Süden begeistern die beiden Reisenden. Das Omo-Delta ist Rückzugsgebiet diverser Volksstämme, die noch so ursprünglich leben, dass das Gebiet als ethnologisches Freilichtmuseum bezeichnet wird.

Bei einer Expedition in die Danakil-Wüste am nördlichen Ende des Rift Valleys haben die Weltenbummler eines der unwirtlichsten und heissesten Gebiete der Erde kennen gelernt. Temperaturen von 60 Grad Celsius und mehr sind keine Seltenheit. Trotzdem leben hier über Hunderttausend Menschen vom Volksstamm der Afar. Die Danakil ist eine der vulkanisch aktivsten Regionen der Welt. „Höllenloch der Schöpfung“ nennen die Afar den Vulkan Erta Ale, welcher mit einem ständig glühenden Lavasee überrascht. Die flüssige Glut zeichnet atemberaubende Bilder in die Nacht, die bei Romy Müller und Miro Slezak den Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen treibt.

Nicht weit entfernt liegt das Thermalfeld von Dallol. In dieser Hexenküche brodelt es ohne Unterbruch und die Farbenpracht der Mineralien bringt Leben in die scheinbar tote Landschaft. Aus der tausend Meter dicken Salzkruste des Assale-Sees werden die Salzplatten noch wie vor Jahrhunderten mit Holzstangen heraus gebrochen. Täglich sind 20'000 Kamele und Esel im Dienste des „weissen Goldes“ unterwegs. Der Anblick dieser endlosen Salzkarawanen ist ein Bild wie aus Urzeiten.

Es gibt heute nur noch wenige Gebiete in Afrika, die nicht von der modernen Welt beeinflusst sind. Ins Omo-Delta, im Süden Äthiopiens, gibt es erst seit wenigen Jahren Pisten. Deshalb haben die 16 äthiopischen Volksstämme dort ihre ursprüngliche Lebensweise, ihre archaischen Traditionen und ihre Kultur bis heute bewahren können. Die Frauen der Mursi tragen stolz schwere Tellerlippen aus Ton und die Suri trinken das frische Blut ihrer Rinder. Kaum jemand in diesem Gebiet kann lesen oder schreiben. Damit ein Mann in seiner Volksgruppe akzeptiert wird, muss er einen Menschen töten, so verlangt es der Stammeskodex.

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